Searching for the revolution, 2018 (Gemeinschaftsarbeit mit Daniel Nehring)

Installation mit einem Gold bedampften Schamhaar von Rainer Langhans

 

Installationsansicht: Kunstverein Ahlen

 

Im Mittelpunkt der Installation steht eine Skulptur, dessen Zentrum ein mit Gold bedampftes

Schamhaar der 68er Ikone Rainer Langhans bildet sowie eine Videoprojektion, die das

Verfahren der Rasterelektronenmikrospie (REM) nutzt, um den Blick auf dieses Objekt zu 

thematisieren.

Beide Teile der Arbeit entspringen aus dem Verfahren der Rasterelektronenmikroskopie.

So ist die Goldbedampfung Voraussetzung für die REM-Untersuchung des Objekts;

die verschiedenen Einstellungsmodi sind Grundlage für die Auswahl des Bildausschnitts. 

Durch die Goldeinfassung und auratische Aufladung des Objekts erinnert der Prozess an

Konservierung oder Transformation, vor allem aber an Sakralisierung, liegt doch am Ende

– einer Reliquie gleich – ein ca. 3cm durchmessenes Artefakt vor.

Die Videoprojektion bildet hierzu einen Gegenpol: In nüchterner Manier wird das Haar einer 

wissenschaftlichen Betrachtung unterzogen; das Schamhaar als Objekt erscheint auf den

ersten Blick näher. Detailierter. Gleichzeitig drängt sich das Verfahren selbst in den Vordergrund

und abstrahiert den Blick auf das Objekt.

 

film clip unter: https://vimeo.com/270142856

 

[In Kooperation mit dem Anatomischen Institut der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf]

Kappen, 2018

Rinderbutten (präpariert) an der Wand 

 

Hier werden präparierte Rinderbutten an einer Seite

aufgeschnitten und wie Pergament der Länge entsprechend 

gespannt. Die unterschiedlichen Strukturen und Muster

der Butten werden sichtbar, das Material abstrahiert.

Methode – Praxis 051217, 2017

Video

 

film clip: https://vimeo.com/246759521

 

Salmo, 2017

Installation mit 10 Lachshäuten (präpariert)

 

Grundlage dieser Wandarbeit sind Fragmente von Lachshäuten,

die haltbar gemacht und anschließen zusammengestellt wurden.

Der Geruch ist neutral; olfaktorisch ergeben sich keinerlei Hinweise

auf den Ursprung des Materials, lediglich die Oberfläche und die

Form lassen auf Fischhaut schließen.

 

 

unteres Bild: Installation mit Daniel Nehring 

 

Kokon, 2017

Installation mit 13 Schweinebutten (präpariert), LED-Röhren, Plexiglas

 

in Kokon wird eine abstrakte laborähnliche Raumsituation geschaffen,

in der 13 individuelle organische Exponate präsentiert werden.

Die unterschiedliche Größe und amorphe Form der als Hüllen

erscheinenden Objekte irritieren, sind sie doch keinerlei erkennbarem 

Lebewesen zuzuordnen. So stellt sich die Frage, woher diese Hüllen

stammen. Sind sie Fragmente einer früheren Metamorphose oder

gänzlich anderen Ursprungs?

 

 

 

Schaffett 01/16, Schaffett 03/16, Schaffett 06/16, Schaffett + Lebertran 01/16,

Schaffett + Lebertran 08/17, Schaffett + Lachsöl 05/17, Schaffett + Klauenöl 03/17,

Lebertran + Murmeltieröl 05/17, Lebertran + Murmeltieröl 06/17, Klauenöl 07/16

Zeichnungen 2016-2017 

 

Insatllationsansicht: Konrad-Lorentz-Institut Klosterneuburg

 

Das Verhalten tierischer Öle auf Papier bildet die Grundlage für diese Zeichnungen.

Wie Jahresringe bei Baumstämmen wird auch hier Zeit vergegenwärtigt und der

Prozess der Ausbreitung verdeutlicht; in feinen Linien wird jede Fließbewegung
dokumentiert. Dadurch erinnern die Zeichnungen an topografische Karten oder

mikroskopische Aufnahmen. Durch das verwendete Material sind die Zeichnungen

einem sich stetig fortführenden Prozess unterworfen.

 

 

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Copyright Evelyn Möcking © 2016